17.05.2013
ChristophMarthaler (Bild: picture alliance/dpa/apa/Barbara Gindl)
Späte Trauerarbeit
ChristophMarthaler inszeniert "Letzte Tage" im österreichischen Parlament in Wien
Von Christian Gampert
Ein langsamer, trauriger und politischer Marthaler-Abend: Bei den Wiener Festwochen siegt in "Letzte Tage" die Musik toter jüdischer Komponisten nachträglich über die rassistische Politik der Nazis und ihrer österreichischen Kumpane.
ChristophMarthaler inszeniert seine Musik nun bei den Salzburger Festspielen
von Claus Spahn
23. August 2007 14:39 Uhr
Als Kind, so geht die Legende, habe Giacinto Scelsi oft tagelang am Klavier gesessen und immer nur einzelne Töne angeschlagen.
Oper "Makropulos" in Salzburg
Auf den müden Erfolg hininszeniert
Die letzte Premiere bei den diesjährigen Salzburger Festspielen: ChristophMarthaler und Anna Viehbrock bremsen Leos Janaceks Oper "Die Sache Makropulos" aus.
11.08.2011
Die Felsenreitschule in Salzburg (Bild: Oskar Anrather/Salzburger Festspiele)
Ewige Jugend - und wie dann doch die Zeit vergeht
ChristophMarthaler und Esa-Pekka Salonen deuten Leos Janaceks "Die Sache Makropulos" in Salzburg
Von Frieder Reininghaus
Der ewige Wunsch des Menschen, den Göttern gleichzukommen und den Tod, wenn schon nicht zu überwinden, so doch wenigstens so weit wie möglich nach hinten hinauszuschieben ist das Thema der dreiaktige Oper "Die Sache Makropulos" von Karel Capek und Leos Janacek.
Gerade wird Scelsi wiederentdeckt: ChristophMarthaler führte seine Musik bei den Salzburger Festspielen und der Ruhrtriennale 2007 auf und wurde gefeiert.
Jossi Wieler und Sergio Morabito inszenieren jede Saison zwei Stücke, seit dem Weggang der einstigen Hausregisseurin Andrea Moses bereichern hochkarätige Gäste den Spielplan, von ChristophMarthaler über Calixto Bieito bis zu Kirill Serebrennikov.
Die umschwärmte Lebedame Métella wird ihr berühmtes Walzer-Rondo also kaum so perfekt gesungen haben wie Frederica von Stade, sondern eher so wie Sophie Rois in einer Theater-Produktion von ChristophMarthaler.
Barbara Hannigan darf auch feiern: Ihre Hamburger "Lulu" in der Inszenierung von ChristophMarthaler wurde soeben von den Kritikern des Fachmagazins "Opernwelt" zur Insznenierung des Jahres gekürt.