So klang dann auch in der Folge jede Aufnahme, bei der er, als Produzent oder Arrangeur, seit 1960 seine Finger im Spiel hatte: „SpanishHarlem“ vom solo gewordenen Ben E. King, „He’s a Rebel“ und „Then He Kissed Me“ von den Crystals, „Be My Baby“ natürlich von den Ronettes, dazu unzählige andere Produktionen mit allem, was damals im Schlagerpop und Rhythm&Blues Rang und Namen hatte.
Denn "The Rip Tide" richtet den Blick nicht mehr in die Ferne, sondern schleicht mit steter Melancholie über die Straßen von EastHarlem und Santa Fe oder durch den Nebel auf der Bishop’s Lane.
Und so wie die Drifters mit ihren komplexen, oft auch dialogisch gehaltenen Vokalharmonien wesentlich dazu beitrugen, dass die gottesdienstgeprägten Formen der afroamerikanischen Musik sich in den modernen Soul verwandelten, so blieb wiederum in den späteren Soul-Klassikern von Ben E. King - neben „Stand by Me“ etwa noch „SpanishHarlem“ und „There Goes My Baby“ - das Erbe von R&B und Gospel immer spürbar: in den Melodien, in der kunstvollen Rauheit des Timbres und der Inbrunst, mit der er sang; und in dem unerschütterlichen Vertrauen in Gott und die Liebe unter den Menschen.
Ben E. King blieb nach seinem Drifters-Abschied bei Atlantic Records und brachte seine Soloplatten auf dem Unterlabel Atco heraus, beginnend mit „SpanishHarlem“ (1961),
3.4.2018 Spotify wird erstmals an der New York Stock Exchange (NYSE) gehandelt. Mit dem Ausgabepreis von 132 Dollar ist Spotify damit aktuell mehr wert als die Deutsche Bank.