Der Zauberlehrling ist alleine und probiert einen Zauberspruch seines Meisters aus. Anfangs ist er stolz auf sein Können, doch bald merkt er, dass er der Situation nicht mehr gewachsen ist und spricht die berühmten Worte: „Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los.“
Interpretationen | Beitrag vom 27.09.2015
Paul Dukas und sein Werk
DerZauberlehrling
Gast: Michael Stegemann / Moderation: Olaf Wilhelmer
Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben: Auch in der Musik treibt Goethes Besen sein unaufhaltsames Unwesen: "L’apprenti sorcier" ("DerZauberlehrling")
Hagars Klage, DerZauberlehrling oder die Gesänge der Wehmut nach Gedichten von Johann Gaudenz von Salis und Friedrich Matthisson - allesamt im Jahr 1797 entstanden - wurden zu den großen Vorbildern des jungen österreichischen Liedermachers Franz Schubert: bei Zumsteeg fand er verschiedene Typen der "durchkomponierten" Ballade, die im Kleinen die Stilmittel von großen dramatischen Opernszenen präsentierte und sich gegenüber den älteren Strophenliedern auch neue harmonische Freiheiten herausnahm.
Vor Beginn der Show schwingt er höchstpersönlich den Besen: Mit dem Kehrgerät führt er zum bekannten Lied „Yankee Doodle“ einen schmissigen Tanz auf, bei dem der Besen sich schließlich verselbständigt - eine Szene, die gewissermaßen den visuellen Effekt der Dukas-Vertonung „DerZauberlehrling“ aus Disneys späterem Animationsfilm „Fantasia“ von 1940 vorwegnimmt.