In seinem in den zwanziger Jahren in New York gegründeten Musikverlag veröffentlichte Handy zahlreiche dieser Songs und Schriften zum Blues. Obwohl er sich zu dessen "Vater" stilisierte, sah Handys Meinung zum ursprünglichen Blues anders aus:
"... Die Musik, die sie machten entsprach genau ihrem Aussehen. Sie begannen mit einer jener sich immer und immer wiederholenden Phrasen, die keinen deutlichen Anfang und ganz gewiß kein Ende zu haben schienen. Der Rhythmus war quälend monoton, aber es ging weiter und weiter... Ein Regen von Silberdollars fiel zwischen die stampfenden Füße. (...) Dort vor den Jungen lag mehr Geld als meine neun Musiker für den Abend bezahlt bekamen. Da erkannte ich den Wert der primitiven Musik. ..."
In den 1930er Jahren begann er allmählich zu erblinden, arbeitete aber weiter in seinem Verlag. Handy starb 1958 in New York. An seiner Trauerfeier in Harlem nahmen 25.000 Menschen teil, mehr als 150.000 Menschen versammelten sich in den umliegenden Straßen.
Schon in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als der angebliche Erfinder des Blues, W. C. Handy, in der Beale Street musizierte, gab es eine Menge Kaschemmen und Bars wie Pee Wee’s - so genannte Juke Joints -, in denen schwarze Gitarristen für die Hafenarbeiter und die Baumwollpflücker, die vom nahe gelegenen Delta hochgekommen waren, aufspielten.
Um 1910 brach der Orchesterleiter W. C. Handy mit der bis dahin rein mündlichen Tradition des Blues und veröffentlichte seine ersten Bluessongs (seine Stücke waren bei Jazzmusikern besonders beliebt, und ihre vielleicht beste Interpretin fanden sie später in der Bluessängerin Bessie Smith, die in den zwanziger Jahren zahlreiche seiner Songs aufnahm).
Am gleichen Abend erblickte auch Antheils „Jazz-Symphony“ das Licht der Welt, gespielt vom „All Negro Orchestra“ unter der Leitung des Jazzmusikers W. C. Handy.