Zwischen Musik und Architektur bestehen wechselseitige Verbindungen: Zum einen wird der Höreindruck bei Konzerten die Raumakustik bestimmt, andererseits richtet sich die Architektur von Konzertsälen nach den Erfordernissen der Musik, die dort gespielt werden soll.
Töölö-Bucht hin, also zu der Bucht, zu der auch die Finlandia-Halle hin organisiert ist, ist diese riesige Glasfassade, und dadurch wirkt der ganze Bau so ein bisschen eingepasst in die sehr, sehr komplexe Umgebung, die eben von ganz unterschiedlichen Architekturen geprägt ist.
Deutlich markieren die beiden die Berührungspunkte ihrer Instrumente in einem perkussiven Spiel voller bissiger Akzente, im Schwung eleganter Linien, die der Komponist mit vielen Zäsuren versieht, in der kristallinen Rhythmik, die bei Strawinsky immer zweierlei ist: stilisierte Aufforderung zum Tanz und Grundbaustein abstrakter klanglicher Architekturen.
Wer die künstlerischen und psychischen Architekturen von improvisierter Musik weiterentwickelt, versucht wie jeder halbwegs vom Spielfilmstandard abweichende Bewegtbild-Künstler, Galerien- und Museumsgeld anzuzapfen.
Er vergleicht die Architekturen aus dem südindischen Königreich Vijayanagara mit der Struktur des Sonnenaufgangs in Ravels Daphnis et Chloé und setzt die Rauminstallationen des Designers Carlo Bugatti mit Strawinskys Sacre in Beziehung, er analysiert die unterschiedlichen Perspektiven auf das Innere der Kuppelbauten von Francesco Borromini und stellt fest, dass in den Bildern des von ihm hoch geschätzten Alberto Burri und in alten persischen Teppichen ähnliche Verfahren zur Anwendung kommen.