Natürlich wurden manche Musiker von ihrem Publikum fast abgöttisch geliebt und verehrt - etwa Ma Rainey und Bessie Smith, Leroy Carr und LonnieJohnson, Big Bill Broonzy, Muddy Waters, Howlin´ Wolf, und Jimmy Reed.
Elijah Wald geht es aber nicht nur um eine Entzauberung des Mythos Robert Johnson, sondern auch um eine Ehrenrettung für viele andere Bluesmusiker der 20er und 30er Jahren: Leute, wie der Gitarrist LonnieJohnson oder der Pianist Leroy Carr, die zu Lebzeiten viel größere Stars waren als Johnson, die aber heute kaum noch jemand kennt, weil sie aufgrund ihrer Biografie oder ihrer Musik nicht der Klischeevorstellung des genialen Wilden entsprechen.
Bald legte er selbst als DJ die Platten seiner Vorbilder auf: Blind Lemon Jefferson und LonnieJohnson oder Jazzgitarristen wie Charlie Christian und Django Reinhardt.
Viele Musiker, durch die Flut noch ärmer als zuvor, zogen in die Städte des Nordens und machten den Deltablues dann in der Fremde bekannt: LonnieJohnson, Big Bill Broonzy, Charley Patton, Sleepy John Estes, Blind Lemon Jefferson, später Muddy Waters und John Lee Hooker – und diverse andere, deren Namen heute vergessen sind genau wie die Titel.
King hatte etliche Vorbilder, die ihn prägten, etwa LonnieJohnson, Charlie Christian und T-Bone Walker; nicht zu vergessen die Gospelformation Golden Gate Quartet oder die Countrymusiker, die in der Radioshow „Grand Ole Opry“ aus Nashville sangen.