Die „Ode an die Freude“ als Silvesterkonzert
Zwei Jahre später ist es ausgerechnet das Gewandhaus zu Leipzig, das eine neue Tradition begründet: die „Ode an die Freude“ als Silvesterkonzert.
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Alondra de la Parra: «Dirigenten sind normalerweise Deutsche, sehr alt und haben weisse Haare»
Sie aber ist Mexikanerin, jung und hat sich trotzdem ihren Platz in der bis heute männlich dominierten Dirigierzunft erkämpft: Am Donnerstag und Freitag leitet Alondra de la Parra die beiden Silvesterkonzerte des Tonhalle-Orchesters Zürich.
Am 31. Dezember gibt er sein Debüt beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin: als Solist der beliebten Silvesterkonzerte, die das DSO seit acht Jahren gemeinsam mit den Artisten des Circus Roncalli im Tempodrom gestaltet.
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Wer weiß, wäre er nicht mit 39 Jahren gestorben, vielleicht hätte er doch noch die große polnische Nationaloper geschrieben, die die Pariser Exilpolen sich so sehr von ihm wünschten - oder wenigstens Symphonien, Streichquartette.
Das ausgelassene, fröhliche Silvesterkonzert mit Bernsteins Wonderful-Town-Musical gehört dazu, eine zündende Carmina Burana, Holsts Planeten, bereichert um Neukompositionen, viele Abende mit Werken von Robert Schumann, den Rattle spät für sich entdeckte, außerdem Karlheinz Stockhausens Gruppen im Hangar des Flughafens Tempelhof und nicht zuletzt Wagners Parsifal bei den diesjährigen Osterfestspielen in Baden-Baden.