Kabul galt einst als Paris Zentralasiens, es war eine kulturell geschliffene Stadt, aber inzwischen ist es ein Ort zum Fürchten, vollgepfropft mit abstoßend hässlichen Betonmauern, mit Barrieren, Schlagbäumen, Wachtürmen, Stacheldraht und scharf bewachten metallenen Toren.
Das Entsetzen angesichts der Lage in Afghanistan ist gerade mal ein paar Wochen her, und die Bilder sind uns noch gegenwärtig: Wie das Chaos auf dem Flughafen in Kabul ausbrach, als viele Menschen verzweifelt darauf warteten, rechtzeitig außer Landes gebracht zu werden.
Auf der Suche nach lokalen Clubs gerieten seine Musiker in Bagdad in einen von den USA unterstützten Militärputsch; in Indien wahrte der Duke trotz schwerer Magenverstimmung die Contenance zwischen Sitarspielern, in Sri Lanka traf er auf eine junge lokale Jazz-Szene, in Kabul verbrachte er die Nächte in Cafés bei afghanischer Livemusik.
Afghanisches Frauenorchester auf Tour
Beethoven in Kabul
Die jungen Afghaninnen Negin Khoplwak und Zarifa Adiba haben das erste Mädchenorchester ihres Landes gegründet – nun spielt es in Deutschland.
Man muss durch einen Parcours von Sicherheitsschleusen, den man so ähnlich beim Eintritt in die Grüne Zone von Bagdad oder in das Isaf-Hauptquartier von Kabul zu erwarten hätte, und unter einem Schreibtisch hechelt der diensthabende Sprengstoffhund.
So verpasst die Sängerin etwa im Song "Dollar Dollar" den richtigen Moment, einem bettelnden afghanischen Jungen an einer Straßenkreuzung in Kabul einige Münzen zuzustecken.
22.5.2017 Bei einem Selbstmordanschlag am Ende eines Popkonzerts von Ariana Grande im Foyer der Manchester Arena werden 23 Menschen getötet und mindestens 116 weitere verletzt.