Die Form der französischenOper wurde von Jean-Baptiste Lully mit seinem Librettisten Philippe Quinault in den 1670er Jahren entwickelt. Die Tragédie lyrique verwendet Elemente des ballet de cour, der Pastorale und des Maschinentheaters. Das Werk beginnt mit einer französischenOuvertüre, gefolgt von einem Mittelteil und einem Prolog mit Lob auf den regierenden König. Anschließend folgen fünf Akte.
Schon eben der »Erfinder« dieser Gattung, Jean-Baptiste Lully, war übrigens italienischer Abstammung, und in den 1770er Jahren ist in Paris gerade der Deutsche Christoph Willibald Gluck zu ihrem »Retter« avanciert; unter Napoleon kommt es schließlich mit Gasparo Spontini wiederum einem Italiener zu, für das nochmalige Aufleben der Tragédielyrique zu sorgen, mit drei Werken für die französische Académie impériale de musique (von 1807 an).
Jahrelang tobte unter französischen Intellektuellen ein leidenschaftlicher Streit zwischen den eher konservativen Lullisten, welche die von Jean-Baptiste Lully begründete traditionelle tragédielyrique bewahren wollten, und den Ramisten, den Avantgardisten um Jean Philippe Rameau.
Als zentraler Vertreter der „Tragédielyrique“ sorgt er immer wieder für Aufsehen auf der Opernbühne, auch wenn seine Werke für teilweise lebhafte Diskussionen zu ästhetischen Fragen sorgen.
Heute vor 15 Jahren: 13.2.2011 Anlässlich der 53. Verleihung der Grammy Awards in Los Angeles wird Christopher Tin in der Kategorie "Bestes Instrumentalarrangement als Gesangsbegleitung" für das Lied "Baba Yetu" ausgezeichnet. Damit erhält Tin als erster Komponist einen Grammy für ein Musikwerk, das für ein Videospiel erschaffen wurde.