Die Form der französischenOper wurde von Jean-Baptiste Lully mit seinem Librettisten Philippe Quinault in den 1670er Jahren entwickelt. Die Tragédie lyrique verwendet Elemente des ballet de cour, der Pastorale und des Maschinentheaters. Das Werk beginnt mit einer französischenOuvertüre, gefolgt von einem Mittelteil und einem Prolog mit Lob auf den regierenden König. Anschließend folgen fünf Akte.
Schon eben der »Erfinder« dieser Gattung, Jean-Baptiste Lully, war übrigens italienischer Abstammung, und in den 1770er Jahren ist in Paris gerade der Deutsche Christoph Willibald Gluck zu ihrem »Retter« avanciert; unter Napoleon kommt es schließlich mit Gasparo Spontini wiederum einem Italiener zu, für das nochmalige Aufleben der Tragédielyrique zu sorgen, mit drei Werken für die französische Académie impériale de musique (von 1807 an).
Jahrelang tobte unter französischen Intellektuellen ein leidenschaftlicher Streit zwischen den eher konservativen Lullisten, welche die von Jean-Baptiste Lully begründete traditionelle tragédielyrique bewahren wollten, und den Ramisten, den Avantgardisten um Jean Philippe Rameau.
Als zentraler Vertreter der „Tragédielyrique“ sorgt er immer wieder für Aufsehen auf der Opernbühne, auch wenn seine Werke für teilweise lebhafte Diskussionen zu ästhetischen Fragen sorgen.
Heute vor 90 Jahren: 8.7.1936 Henry Cowell tritt seine Gefängnisstrafe in San Quentin an. Er wurde aufgrund "homosexueller Handlungen" zur Höchststrafe von 15 Jahren verurteilt.
Heute vor 80 Jahren: 8.7.1946 * Stella Chiweshe (Mujumi, Mhondoro, (Brit.) Kronkolonie Südrhodesien)
8.7.2004 In Bremen treffen sich 360 Chöre aus 83 Nationen zur 3. Chor-Olympiade. Am größten Wettbewerb dieser Art nehmen 18.000 Sängerinnen und Sänger teil.