Als drittes von sechs Kindern wurde Steveland Morris-Judkins 1950 in Saginaw/Michigan geboren. Von Geburt an blind, tat er trotzdem "was alle Kids in meinem Alter taten, ich spielte, fuhr Rad und kletterte auf Bäume" (Stevie Wonder). Achtjährig lernte er - die Familie war inzwischen nach Detroit umgezogen - Klavier und Mundharmonika und interessierte sich für Gospel, Blues und Jazz.
1962 war Motown-Gründer Berry Gordy von ihm so begeistert, dass er ihm einen Plattenvertrag und den Künstlernamen "Little Stevie Wonder" gab. So nahm Wonder zwölfjährig seine erste Single "Contract On Love" auf. Zunehmend gewann er mehr Einfluss auf die Auswahl seiner Songs: So spielte er - entgegen den Motown-Prinzipien - 1967 eine Version von Bob Dylans "Blowin in the Wind" ein. Auf seinem Album "Talking Book" (1972) präsentierte er sich dann bereits als Songwriter mit Hits wie "Superstition" und "You are the Sunshine of my Life". Sein zweites Meisterwerk wurde das Konzeptalbum "Songs In The Key Of Life" (1976), das "Sir Duke", "Pasttime Paradise" (später von Cooliogecovert) und "Isn’t She Lovely" enthielt. Martin Luther King widmete er "Happy Birthday" und forderte (später erfolgreich), dass dessen Todestag zum nationalen Feiertag erklärt wird, wofür er 150000 Demonstranten mobilisierte.
Für seine musikalischen Leistungen erhielt er zahlreiche Grammies, darunter 1996 eine Auszeichnung für sein Lebenswerk. In den achtziger Jahren schloss sich Wonder musikalisch dem Mainstream an: "I just called to say I love You", "Part Time Lover" und "We are the world" gehören inzwischen zum Karaoke-Grundrepertoire.
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Heute vor 4 Jahren: 27.1.2022 Neil Young zieht seine Musik von Spotify zurück, da der Streamingdienst dürch den Podcast des Comedian Joe Rogan Fehlinformationen über das Coronavirus verbreite.